Sonntag, 20. Juni 2010

wie der trainer so die spieler

immer wieder macht man die erfahrung, dass trainer mit zu-, zwischen und lautstarken verbalen einwürfen versuchen, den schiedsrichter und damit das spiel zu beeinflussen. natürlich zum vorteil der eigenen mannschaft.

es ist nicht nur unfair, sondern stört neben dem schiedsrichter auch das spiel der kinder. an die mentalität die man damit bei den kindern entwickelt, gar nicht zu denken. gleiches wie für die spieler gilt natürlich auch für die zuseher (meist eltern). sie machen dann eben auch mit.

was macht man nun an trainer? wenn der gegnerische trainer permanent an der linie zu manipulieren versucht, statt sein team richtig zu coachen. denn dafür bleibt dann in hektischen spielen keine zeit. schreit man um die wette? nimmt man den nachteil für sein team in kauf?

eine schwierige frage. am besten man vereinbart vor dem spiel mit dem gegnerischem trainer und dem schiedsrichter gemeinsam einen verhaltenscodex. schliesslich geht es um die kinder.

und eines ist klar: die kinder verhalten sich so, wie es vom trainer vorgelebt bekommen. der trainer ist ein vorbild und leader. dieser veranwortung sollten sich trainer wie eltern sehr bewusst sein.

wie der trainer so die spieler. und die eltern.

ps: und das hat grundsätzlich nichts mit der leistung des schiedsrichter zu tun.

Mittwoch, 17. Februar 2010

am 08.02.10 gelesen: klein machen und gross aufspielen

zum thema euroauslosung des österreichischen nationalteams stand als headline in einer renommierten tageszeitung: "klein machen & gross aufspielen!"

grossartige kids, vergesst diesen blödsinn. da ist die klassische österreichische looser-mentalität. wir ticken anders.

wer kann gross aufspielen, wenn er sich klein macht? wichtig ist eine gute und realistische einschätzung des eigenen leistungspotentiales. wichtig ist es, seine menatlaen stärken zu bearbeiten. denn: 70% des erfolges spielen sich im kopf ab.

wie soll ein spieler 110% geben, wenn er sich vorher klein macht? unser ziel sind nicht 100%. das kann jeder. das ist standard. mental sind wir bereit 110% zu geben.

warum sollen österreicher nicht auf dem niveau von kroaten, schweizern, schweden oder dänen spielen? richtig. es kann nur einen, für österreich fast traditionellen, grund geben. wenn wir uns klein machen!

Dienstag, 5. Januar 2010

football future auch auf facebook zu haben

das projekt football future des usk leube anif ist auch im facebook seit geraumer zeit zu finden. hier können alle fans werden, kommentare absetzen und die neuesten informationen finden.

ein ideales tool für alle nachwuchsmannschaften, sich selbst darzustellen:
ergebnisse, kommentare, bilder und videos können hochgeladen und allen fans und facebook-nutzer zugänglich gemacht werden.

im grunde für alle vereine eine tolle idee - da kostenlos und einfach zu erstellen/bedienen.

FAN US GUYS. WE NEED YOU ON FACEBOOK.

Mittwoch, 19. August 2009

raumdeckung bei kindern: intuition oder künstliches konzept?

viel wird das thema taktik und kinder diskutiert. viele meinungen, viele weisheiten könnte man zusammenfassend meinen.
für mich drängt sich die frage auf: "ist raumdeckung nicht intuitiv?"
rald rangnick etwa behauptet:"lasst die kinder dorthin laufen, wo der ball ist!" dieses natürliche verhalten von kindern wird allerorts als "rudelfussball" abgewertet. aber stellt nicht der wille den ball schnell wieder haben zu wollen - wenn ihn der gegner besitzt - die grundidee der raumdeckung dar?
dieses natürliche verhalten der kinder fördert zudem das verständnis, immer aktiv am spiel teil zu nehmen.
intuition raumdeckung? natürlich nichts für schachbrett-strategen - oder?

Freitag, 31. Juli 2009

kleine kinder, grosse bälle?

wie in den letzten wochen zu erfahren war, denkt die sportartikelindustrie darüber nach, die bälle in den kindergrösen 3 und 4 nicht mehr zu produzieren. dafür wird die produktion von 5ermodellen light forciert.
ein wirtschaftliche überlegung, die aus sportlicher sicht ein absoluter schwachsinn ist. warum?
da stimmt die tendenz der entwicklung nicht mehr. eigentlich sollten die überlegungen eher in die andere richtung gehen. kleinere bälle, für kleinere stars.
oder wollen die erwachsenen auch mit bällen spielen, die ihnen zumindest bis zum knie gehen? viel spass beim übersteiger ...
hier sind aus meiner sicht die verbände gefordert, gegen diesen schwachsinnn anzugehen.
kleine stars, kleine bälle. grosse stars, grosse bälle. so einfach ist die erfolgsformel!

Mittwoch, 29. Juli 2009

spass mit dem ball in anif



in anif findet heuer erstmals das spass mit dem ball camp statt. nach einem konzept von lars söndergard werden die kinder in die geheimnisse des "spass mit dem ball" eingeweiht.
die reaktionen der kids sind euphorisch. nach dem diesjährigen motto "trainieren wie die stars" geben die kids alles.
nebenbei bemerkt: eine sehr sinnvolle feriengestaltung!

Donnerstag, 18. Juni 2009

verschiedene bälle für mehr kreativität

mit kindern in allen altersklassen sollte mit unterschiedlichsten bällen trainiert werden. gross, klein, leicht, schwer, hart, weich, ...

speziell für die kleinen ist es aber unerlässlich, mit körperrelevanten bällen zu trainieren. oder möchte ein erwachsener mit kniehohen bällen passen, schiessen, dribbeln - viel spass beim übersteiger.

am besten einen eigenen ballsack mit unterschiedlichen bällen vorbereiten und zumindest einmal pro woche im training einsetzen.

das fördert die kreativität der kinder und gibt ihnen unterschiedliche erfahrungen (ballverhalten). und wer es mit kleinen bällen kann, kann es auch mit grossen - so einfach.

im sommer das balltraining auch barfuss (oder in socken) machen. das stärkt das koordinative wie taktille verhalten und macht zudem richtig spass.

kreativität muss spass machen, erlaubt sein. nein besser heruasgefordert werden.

Sonntag, 3. Mai 2009

ein pladoyer für das dribbling

schaut man sich die nachwuchsspiele an, fällt eines immer wieder auf. man sieht kaum gute dribblanskis auf salzburgs fussballplätzen. selbst wenn kinder und jugendliche gut dribbeln können, zeigen sie standardtricks. keine tricks die man von tv oder you tube kennt.
warum? können unsere kids das etwa nicht?
sie könnten sicher. wenn sie dürften und auch das dribbling in gleichem masse trainiert werden würde. aber selbst bei den nachwuchskickern ist es verpönnt, zu tricksen.
ballverlust scheint ein verstoss gegen die 10 gebote des fussballs zu sein. andererseits bewundern alle fussballfans die tricks der messi's, c.ronaldos ... ein sonderbarer widerspruch.

kids traut euch - der fussball braucht spieler, die auch in der vorwärtsbewegung weltklasse im 1:1 sind!

Samstag, 2. Mai 2009

das grosse geheimnis des raumes

anders gefragt: warum ist das spiel ohne ball so wichtig - und auch nicht einfach zu vermitteln?
wenn man den kindern und jugendlichen in österreich beim spiel zusieht, und mit den international starken nachwuchsteams vergleicht, fällt eines immer wieder gravierend auf. die besseren mannschaften beherrschen das spiel ohne ball besser, nutzen den freien raum zum vorteil ihres eigenen spiels.

ursachen gibt es dazu natürlich viele. sie sind auch meist bekannt. nur: die trainingsarbeit in den vereinen zielt zuwenig auf dieses potential ab.

man bedenke: bei einem U15 spiel über 80 spielminuten, ist jeder spieler im schnitt lediglich 4 minuten im ballbesitz. dh, 76 minuten muss das bemühen im vordergrund stehen, sich wieder in das spiel einzubringen. offensiv wie defensiv.

wir müssen die kinder zu einer selbstverständlichen laufarbeit ohne ball entwickeln. wer steht verliert. wer sich ohne ball bewegt, kommt wieder schneller ins spiel. diese laufbereitschaft ist die grundlage, über intelligente laufwege überhaupt nachdenken zu können.

eine meiner lieblingsübungen zu diesem thema: "never stop"
auf einem kleinen spielfeld (zb 30 x 20) auf kleine tore wird auf eine bestimmte spielzeit - je nach alter - gespielt. stehen ist dabei verboten. wer steht wird mit seinem namen aufgerufen. dieser spieler darf dann eine runde rund um das feld laufen. in dieser zeit ist sein team um einen spieler weniger. die "belohnung" für stehen kann natürlich auch mit anderen übungen angeboten werden.
wichtig dabei ist neben dem trainingseffekt, dass die kinder & jugendlichen ein bewusstsein für die notwendigkeit der bewegung bekommen.